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Die ExtraSchicht macht die Nacht im Ruhrgebiet zum Tag. © Nielinger

ExtraSchicht im Ruhrgebiet

Am 29. Juni erwachen im Ruhrgebiet zahlreiche alte Industrieanlagen zu neuem Leben. 200.000 Besucher, 50 Spielorte, 22 Städte, eine Nacht: Das Kulturfestival ExtraSchicht ist der kulturelle Höhepunkt in der Metropole Ruhr.

Die Vergangenheit als Industriegebiet ist in der Metropole Ruhr allgegenwärtig. Mittlerweile hat man gelernt, aus den alten Anlagen das Beste zu machen. Ehemalige Bahntrassen wurden zu Radwegen und in zahlreichen Fabriken gibt es Eventlocations. Das Festival ExtraSchicht ist die Krönung der Bemühungen, dem alten Erbe neues Leben einzuhauchen.

Event als Erfolgsstory

Seit 2001 findet der Event bereits statt. Schon damals begrüßte man stattliche 30.000 Gäste. Seitdem wächst das Festival jährlich. Mittlerweile kommen 200.000 Menschen aus aller Welt in die Metropole Ruhr. Heute bespielen, immer am letzten Samstag im Juni von 18 bis 2 Uhr, jährlich rund 2000 Künstler ehemalige Industrieanlagen, Museen und Landmarken. Auf dem Programm stehen rund 500 Events, von klassischer Musik über Theater, Comedy und Sonderführungen bis hin zum Höhenfeuerwerk.

Die Spielorte sind einmalig. Die Alte Dreherei in Mülheim an der Ruhr etwa wurde 1874 von der Rheinischen Eisenbahn als Teil des Ausbesserungswerks Mülheim-Speldorf für die Reparatur von Dampfloks und Güterwagen erbaut und bis zur Schließung 1959 von der Deutschen Bahn genutzt. In den Flottmann-Hallen in Herne wurden 70 Jahre lang Bohrhämmer und Kompressoren für den Bergbau hergestellt. Heute finden hier Events wie Zirkusse oder Sportveranstaltungen statt.

Party in der Brauerei

Besonders spektakulär ist der Rheinpreußen Schacht IV in Moers. In der denkmalgeschützten Anlage gibt es zwei 700 PS starke Fördermaschinen, die bis 1990 zum Goldschächten im Einsatz waren. Highlight ist aber das 48 Meter hohe Doppelstreben-Fördergerüst. Auch diverse alte Brauereien sind bei dem Festival im Einsatz. Da wäre etwa die Lindenbrauerei in Unna. Hier trifft sich vor allem die junge Musikszene und nutzt sie als soziokulturelles Zentrum, gerne bei einem Lindenbier, das traditionell hergestellt wird.

Druckzentrum und Burgruine

2019 gibt es sechs neue Veranstaltungsstätten, darunter das Funke Druckzentrum. Die Anlage in Essen ist eines von vier Druckzentren der Funke Mediengruppe in ganz Deutschland. Zur ExtraSchicht öffnet sie ihre Tore und bietet einen seltenen Einblick in die alte, natürlich mittlerweile hochtechnisierte, Kunst des Druckens. Die historische Burgruine Freiheit in Wetter ist heute ein beliebtes Ausflugsziel oberhalb des Harkortsees und war einst Sitz der Grafen von der Mark. Später beherbergte sie die „Mechanischen Werkstätten Harkort & Co.“, eine der ersten Maschinenfabriken im Ruhrgebiet und Vorläufer der DEMAG. Letztere ist heute führender Hersteller von Industriekränen und öffnet zur ExtraSchicht exklusiv ihre Pforten.

Das genaue Programm wird erst bekannt gegeben. Fix ist aber: Wer bis zum 8. Mai ein Ticket kauft, zahlt nur 12 statt 20 Euro!