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Das Schloss Hohenzollern ist Deutschlands zweitgrößtes Stadtschloss nach der Münchner Residenz. © Melanie Straub

Unterwegs auf der Oberschwäbischen Barockstraße

Klöster, Schlösser, Traditionen: Wenige Regionen haben so viel barockes Erbe zu bieten wie Oberschwaben. Auch die 750 Kilometer lange Barockstraße führt durch das Bundesland Baden-Württemberg und macht unter anderem in Birnau und Sigmaringen Station. Ab dem 2. Samstag im August zelebriert man die BAROCKwoche.

Von Wiblingen zum Bodensee, von Sigmaringen bis nach Kempten im Allgäu. Die Barockstraße in Oberschwaben besteht aus vier Routen und führt durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Zu sehen gibt es neben wunderschönen Landschaften jede Menge Geschichte. Wie der Name schon anklingen lässt, ist es eine Reise in die pompöse Barockzeit, aus der jede Menge Kunst erhalten ist.

Direkt am Bodensee liegt eines der Highlights der Straße. Die Rokoko-Kirche Birnau hat eine fantastische Aussicht zu bieten. Auch der Blick ins Innere der Kirche lohnt sich. Meister des Barock, wie Gottfried Bernhard Götz, haben der Kirche ihren Stempel aufgedrückt. Vor allem die Liebe zum Detail, mit der das Gesamtkunstwerk erschaffen wurde, beeindruckt Gäste aus aller Welt. Das wohl bekannteste Stück in der Wallfahrtskirche Birnau ist der „Honigschlecker“ von Joseph Anton Feuchtmayer.

Ritteressen und Kaffeekränzle

Barock ebenso wie Gotik, Romantik und Klassizismus findet man im Schloss Aulendorf. Grund dafür ist, dass die ursprünglich als mittelalterliche Burg konzipierte Anlage von den Inhabern über Jahrhunderte laufend erweitert wurde. Heute findet man dort einen medialen Erlebnisparcours, der mit Filmsequenzen und der App „Aulendorfer Schlossgechichten“ mittelalterliche Geschichten mit modernen Medien inszeniert. Außerdem gibt es Führungen und deftige Ritteressen.

Prunk und Pracht sind Thema im Neuen Schloss Tettnang. Erst im frühen 18. Jahrhundert erbaut, wurde es nach einem Brand 1753 von namhaften Künstlern der Epoche renoviert. Malerei, Stuck und Einrichtung verschmelzen zu einem einzigartigen Ambiente. Bestes Beispiel ist das Spiegelkabinett mit seinen unzähligen Spiegelstücken und Stuckrahmen. Rundgänge bringen das adelige Leben näher. Die Sonderführung „Kaffeekränzle im Schloss“ verbindet Kulinarik und Geschichte: Besucher erleben zuerst die gräflichen Prunkräume und schließen die Tour an einer Kaffeetafel im barocken Bacchussaal ab.

Stadtschloss und Ex-Kloster

Ebenfalls über einem Gewässer thront das Hohenzollernschloss Sigmaringen, Deutschlands zweitgrößtes Stadtschloss. Die 400 Räume beherbergen etliche Kunstwerke und die Prunksäle suchen ihresgleichen. Themenführungen sowie Sonder- und Kostümtouren für Kinder bringen Leben und Geschichte eines der ältesten Adelsgeschlechtern Europas, der Hohenzollern, näher. In der historischen Schlossküche kann man Wein, Wild und Co verkosten. Im Sigmaringer Café Seelos wurde übrigens die berühmte Hohenzollerntorte kreiert.

Auch ein ehemaliges Kloster findet man an der Barockstraße. Das frühere Zisterzienserkloster und nunmehrige Schloss Salem ist bekannt für die ausladenden Gartenanlagen, in die es eingebettet ist. Mit dem gotischen Münster, den mit barockem Stuck ausgestatteten Prunkräumen, den Wirtschaftsgebäuden und eben den Gärten ist die Anlage großteils sehr ursprünglich erhalten. Die Programmpunkte drehen sich hauptsächlich um den Lebensstil der weiß gewandeten Zisterziensermönche. Zwischen Chorgestühl und Weingang begeben sich Gäste auf Zeitreise.

BAROCKwoche

Entlang der gesamten Barockstraße wird von 10. bis 18. August 2019 die BAROCKwoche gefeiert. Die Kultur- und Ferienstraße verwandelt sich durch zahlreiche Veranstaltungen zum Barockparadies. Konzerte mit Musik der Epoche reihen sich an Barockmenüs, Themenführungen und vieles mehr. Alle Infos finden Sie auf der Homepage der BAROCKwoche.