Europa
Der Hafen Boltenhagen ist eine der vielen Malerischen Kulissen in Mecklenburg-Vorpommern. © Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern/Thomas Grundner

Ab in den Norden

Wie kleine Schatztruhen hüten die Städte in Mecklenburg-Vorpommern besondere kulturelle Erbstücke. Klöster, Kirchen, fürstliche Bauten, Kunstsammlungen und Museen erzählen spannende Geschichten.

Text: Advertorial

Kaufleute unter dem Dach der Hanse sorgten im späten Mittelalter für einen ungeheuren Aufschwung an der Ostseeküste. Als Zeichen ihrer Macht bauten sie prächtige Kirchen, Rathäuser, Hafenspeicher und Bürgerhäuser aus gebrannten Ziegeln. Diese bestimmen auch noch nach 600 Jahren die Skyline von Rostock, Greifswald und anderen Hansestädten in Mecklenburg-Vorpommern. Diese Symbole einer vergangenen, höchst erfolgreichen Epoche sind in Stralsund und Wismar sogar UNESCO-Welterbe, weil sie "idealtypisch die Hansestadt des 14. Jahrhunderts repräsentieren".

Hinter den sanierten Fassaden überraschen kleine Museen, private Galerien und stilvolle Restaurants. Doch zwischen den traditionellen Ziegelbauten findet sich auch immer wieder erfrischend moderne Architektur. Ein -Beispiel ist der futuristische Bau des Ozeaneums in Stralsund, der die ganze Vielfalt des Lebens der Weltmeere beherbergt.

Von der trutzigen Burg bis zum prunkvollen Schloss im romantischen Park: In Mecklenburg-Vorpommern, das die Leute hier selbst oft nur "Meck Pomm" nennen, gibt es über 2.000 Schlösser, Burgen, Klöster sowie Guts- und Herrenhäuser. In rund 300 von ihnen sind mittlerweile schicke Restaurants, stilvolle Hotels oder exklusive Konzertsäle untergebracht.

Reiches Erbe der Herzöge

Das Land zwischen Ostsee und Seenplatte verdankt diese Vielfalt seiner wechselvollen Geschichte und zeitweise auch desolaten Machtverhältnissen. Denn immer wieder wurden die Herzogtümer Mecklenburg und Pommern gespalten. Und selbstverständlich brauchte jeder neue Regent eine eigene Residenz, einen Sommersitz und ein Jagdschloss.

In Güstrow, Ludwigslust und Neustrelitz ist noch der Glanz der Herzöge in aller Herrlichkeit zu spüren. Ebenso in der Landeshauptstadt Schwerin: Das riesige Märchenschloss mit den 365 Türmen und Türmchen, den reich verzierten Fassaden und goldenen Dächern gilt heute als prägender Bau des romantischen Historismus in Europa. Es thront auf einem Inselchen im Schweriner See, umschwärmt von glitzernden Wellen, eingebettet in einen kunstvollen Park und vis-à-vis der Altstadt.

Ein Schloss, ein Park und ein malerischer See: Dieses Ensemble gibt es in Mecklenburg-Vorpommern so oft zu bestaunen wie in keiner anderen Region Europas. Nicht einmal in Frankreich. Einige der schönsten Kombi-Kreationen entwarfen Karl Friedrich Schinkel, Chefarchitekt der Hohenzollern, und Peter Joseph Lenné, Gartenbaumeister der Hohenzollern.

Mondäne Seebäder

Wie auf einer Perlenkette aufgereiht liegen die möndänen Bäder an der sonnigen Küste der Ostsee. Eines schöner als das andere und ganz in Weiß: Kühlungsborn, Boltenhagen, Warnemünde, Heringsdorf auf der Insel Usedom und die Ostseebäder auf der Insel Rügen. Im Jahr 1793 gründete der Herzog von Mecklenburg in Heiligendamm das erste Seebad Kontinentaleuropas. Ihm folgten viele weitere. An der Ostsee erholten sich der Kaiser und viele andere Sommerfrischler. Hier wurde auch der Strandkorb erfunden.

Hinter den weißen Fassaden traumhafter Urlaubsdomizile finden Erholungsuchende feine Küche und modernste Wellness-Angebote. Typisch für die Orte ist diese Bäderarchitektur, die unbeschwert Klassizismus und Barock, Historismus und Jugendstil, Gotik und Renaissance mischt. Dazwischen edle Villen und ab und an eine windschiefe Fischerkate mit traditionellem Reetdach. Und jedes große Seebad hat eine lange Seebrücke - nicht nur als Blickfang. Insgesamt 19 dieser beliebten maritimen Flaniermeilen führen Müßiggänger über die Ostsee, um das Spiel der Wellen und das Treiben am Ufer zu genießen. Die Seebrücke von Ahlbeck auf Usedom ist die älteste und für viele die schönste.

Besondere Kulissen

In Mecklenburg-Vorpommern findet auch die Kultur häufig an außergewöhnlichen Orten statt. Im Sommer verwandeln sich viele Schlösser und Parks in Theater- und Konzertsäle. Eine der schönsten Locations ist Schloss Ulrichshusen, wo nicht nur die Herzen der Festspiele-MV-Besucher höherschlagen. Auch die Störtebeker Festspiele in Ralswiek sind legendär.

Das Repertoire der Theaterlandschaft reicht von plattdeutschen Geschichten auf kleinen Bühnen über klassische Stücke in großen Sälen bis zu aufwendigen Spektakeln vor beeindruckenden Naturkulissen. So wird auch der Hafen von Rostock zur Bühne. Der "Hanse Sail" im August zählt zu zu den größten Treffen der Traditionssegler der Welt. Bis zu 200 Segelschiffe, Dampf- und Museumsschiffe kommen. Das größte Volksfest des Landes lockt alljährlich ein Millionenpublikum an.

Wo einst die alten Koggen der Hanse vor Anker gingen, sorgen sie heute für maritimes Flair. Nicht nur an diesen Tagen sind alte Tänze und Trachten zu sehen und erklingen traditionelle Seemannslieder. Traditionelle Leckerbissen des Landes gibt es auch bei Kohlwochen, Fischtagen und Genussgipfeln. Aus Meer, Seen, Wäldern, von Feldern, Wiesen und Weiden kommt so gut wie alles, was auf den Tischen landet, in bester Qualität.

Mehr Infos unter: die-ostsee.at