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Glurns im Obervinschgau liegt an der Etschradroute. In der Region stehen insgesamt 98 Radtouren zur Auswahl. © Vinschgau Marketing/Kirsten-J. Sörries

Giro d’Italia

Radfahren ist in Italien Kult. Von den Bergen Südtirols bis an das Ionische Meer: Viele Regionen sind wie gemacht, um abseits ausgetretener Pfade Land und Leute vom Sattel aus zu entdecken. Die wohl besten Jahreszeiten für eine große Radreise sind das Frühjahr und der Herbst.

Das Rad bringt einen, angetrieben nur durch eigene Muskelkraft, flott voran: Das macht einfach Spaß. Wer radelt, spürt den Wind und nimmt Natur, Städte und Dörfer anders wahr. Ein Erlebnis, das viele im Urlaub nicht missen wollen. Kein Problem: In Italien gibt es zahlreiche Bike-Hotels, die auf die Wünsche der Fahrrad-Touristen eingestellt sind. Auf den ausgebauten Radwegen kommen nicht nur Sportler, sondern auch Freizeitradler voll auf ihre Kosten beim Aktivurlaub.

Im Norden Italiens

Die wunderschöne Etschradroute folgt der Römerstraße Via Claudia Augusta von Reschen bis nach Verona entlang dem Lauf der Etsch. Die Strecke geht durch das Südtiroler Vinschgau mit seiner gewaltigen Gebirgskulisse zu schönen Städten wie Meran, Bozen und Rovereto. Der grenzüberschreitende Alpen-Adria-Pfad von Salzburg nach Grado zählt für viele zu den schönsten Fahrradrouten Europas. Die Strecke führt auf italienischem Boden, teils auf aufgelassenen Bahnstrecken, über Tarvis, Gemona, Udine und Aquileia bis an die Küste der nördlichen Adria. 

Der Corona Verde Pfad (Corona Verde Stura) verbindet auf Rundkursen einige UNESCO-Weltkulturerbestätten und historische Orte im Piemont. Er bietet für jeden sportlichen Anspruch etwas. Die 90-Kilometer-Route La Corona di Delizie vernetzt zum Beispiel die königlichen Residenzen des Hauses Savoyen in und um Turin. So etwa Castello del Valentino oder Chiesa di Santa Cristina.

Der Venetoring (Anello del Veneto) beginnt bei Venedig, folgt dem Lido nach Chioggia, dann dem Ufer des Bacchi­glione nach Padua. Von dort geht es durch eine von Villen geprägte Landschaft in die ­malerische Kunststadt Vicenza (UNESCO-Weltkulturerbe) und nach Treviso, der Hauptstadt des roten Radicchio. Und es geht wieder zurück nach Venedig.

Am Meer entlang radeln

La Pista ciclabile del Ponente ligure ist ein fantastischer Fahrradweg zwischen Imperia und Ospedaletti in Ligurien: rund 24 Kilometer auf der ehemaligen Eisenbahnstrecke und stets fernab des Straßenverkehrs. Diese Strecke führt entlang der Küsten durch unberührte Natur. Es gibt Räder zum Ausleihen und unterwegs immer wieder Zugänge zu den Stränden in der Riviera.

UNESCO-Kulturerbestätten, Kunststädte, antike Burgen, Naturreservate und viel Meer: Das bietet Apulien ­Radsportlern. Der Trani to Polignano a Mare etwa erstreckt sich 80 Kilometer entlang der Küste, vorbei am ­Naturschutzgebiet Torre Guaceto.

Beliebt bei Radsportlern ist aber auch die Toskana. Es geht durch hügelige Landschaften von großer Schönheit, reich an Weinbergen und Olivenhainen. Dabei folgt zum Beispiel die Radtour der sieben Brücken (La strada dei Sette Ponti) der antiken Cassia Vetus von ­Florenz nach Arezzo. Sie passiert auch malerische Dörfer wie Castelfranco di Sopra oder Loro Ciuffenna.