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Portorož: der mondäne „Hafen der Rosen”. © Alexis Wiklund

Sloweniens Küste: Klein, aber fein

Die historische Hafenstadt Piran sowie ­Portorož mit ­seinen ­edlen Wellness-Oasen ­locken an die 46 Kilometer lange slowenische Riviera.

Die Altstadt von Piran liegt auf einer schmalen, weit in die Adria ragenden Landzunge. Die wunderschöne Uferpromenade entzückt mit einem  Traumblick auf das Meer und ist gespickt mit einigen Terrassencafés und Restaurants. Wer nur wenige Schritte vom Ufer entfernt im verwinkelten Gassengewirr flaniert, entdeckt romantische Plätze und authentische Lokale wie zum Beispiel das „Caffe Čakola“ oder das „Fritolin Pri Cantini“. 

Piran ist das hübsch herausgeputzte Juwel Istriens. Salz hat es einst reich und zur Langzeit-­Kolonie der Republik Venedig gemacht. Hoch über dem Hafen thront die Kathedrale St. Georg mit dem imposanten Glockenturm. „Er ist eine glatte Kopie des Campanile von San Marco“, weiß Guide Milka Sinkovič. Vom obersten Geschoß hat man ­einen 360-Grad-Ausblick auf die mittelalterliche ­Festungsmauer, die ziegelrote Dachlandschaft und am Horizont auf die kroatische Küste und die Metropole Triest. Vom Kirchenhügel führen schmale Gassen hinab zum Tartini-Platz. Ihn kennen wahrscheinlich auch Menschen, die noch nie in der Gegend waren. Er ist das ­bekannteste Online-Werbesujet des Slowenien-Tourismus. „Das gepflasterte Oval entstand erst vor rund 20 Jahren. Dafür wurde ein Teil des Fischerei-Hafens zugeschüttet“, verrät Milka Sinkovič. 

In seinem Zentrum steht die Bronzestatue von Giuseppe Tartini. Der berühmte Violinist wurde einst für seine Teufelstriller­sonate gefeiert. Milka Sinkovič: „Er verbrachte sein Berufsleben jedoch fern der Heimat in Padua. Dort wirkte er 50 Jahre als Kapellmeister.“ Sein Geburtshaus beherbergt ein Museum mit den musiktheoretischen Schätzen des Maestros. Fast ums Eck lädt die „Bottega dei sapori“ zu exzellenten Fischgerichten. 

Glücksspiel und Wellness

Von Piran führt die Uferpromenade nach Portorož. Mit seinen Casinos erscheint es wie die slowenische Version von Las Vegas. Im mondänen Küstenort locken noble Hotels mit heißem Heilwasser aus 700 Meter Tiefe Kurgäste an. Außerdem dienen in den Wellness-Oasen Schlamm und Salzlake aus der Saline Sečovlje der therapeutischen Behandlung. Ins idyllisch gelegene Seebad reiste gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Adel aus dem Kaiserreich Österreich. Damals wegen des angenehm milden Klimas im Winter. Heute brummt der Tourismus in den rest­lichen Monaten. Im Sommer ist der künstlich aufgeschüttete ­feine Sandstrand von Portorož Epizentrum der Entspannung. Der große Jachthafen bietet 1.200 Liegeplätze, ein Eldorado für alle Segler. Kleinere Schiffe machen einen Ausflug zu den rund 700 Jahre alten Salzfeldern von Sečovlje, wo die Sonne das seichte Meerwasser in edles Salz verwandelt. 

Das Hinterland prägen vor allem Kastanienwälder, Olivenhaine und Weingärten für die Reben des Refosk und Malvazija. Sie profitieren von der sonnigen Lage und dem ganzjährig milden Klima. Die Weine von Ingrid Mahnič sind besonders geschätzt. Sie hat ihre Gärten in Sečovlje, direkt an der Grenze, und auch in Kroatien. „Für mich ist das alles Istrien“, sagt die weltoffene Winzerin. Die hügelige Landschaft bietet paradiesische Bedingungen für Tomaten, Artischocken, Spargel, Feigen, Zitronen sowie Kaki und ist wie gemacht für weite Radausflüge.