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Meditation mitten im Grünen. © Marienschwestern/Bad Kreuzen

Vom Abenteuer einer Reise ins innere Ich

Fastenkur bei den Marienschwestern in Bad Mühllacken: der Weg zu neuen Lebensgeistern.

Kuren hat in Bad Mühllacken, 22 km westlich von Linz, Tradition. Seit 1948 betreiben die Marienschwestern von Karmel hier ein Kurhaus nach den fünf Kneipp-Säulen: Lebensordnung, Heilpflanzen, Ernährung, Bewegung und Wasser & Wickel. „Diese fünf Säulen“, so die geprüfte Fastenleiterin Elisabeth Rabeder, „gehen schon auf Hippokrates zurück.“ 

Wer beschließt nicht alljährlich, seine guten Vorsätze auch mal in die Tat umzusetzen? Mit dem Scheitern kenne ich mich aus. Deshalb steige ich mal aus dem Alltag aus – und mache eine Woche lang Basenfasten in Bad Mühllacken. Ein Selbstexperiment.

Leichter-Leben-Coach

Meine Fastenzeit beginnt schon zu Hause. Sieben Tage vorher bekommt man vom Leichter-Leben-Coach täglich über eine eigene App oder per Mail wertvolle Tipps, Rezepte und Videobotschaften für den Einstieg in die Kur. Der digitale Coach begleitet einen übrigens auch noch nach der Fastenwoche ein ganzes Jahr lang weiter, damit der Alltag dann nicht wieder voll zuschlägt. 

Jede Kur beginnt mit einem Arztgespräch und einem Ernährungscoaching. Dabei fragt der Experte Dominik Hubmer: „Wer ist der wichtigste Mensch in eurem Leben?“ Sein Ziel: Jeder soll der Selbstliebe höchste Priorität einräumen. „Ihr müsst es euch wert sein, euch gesund zu ernähren und eurem Körper Gutes zu tun!“, lautet sein Credo. 

Verschiedene Fastenkuren

Bad Mühllacken hat sich ganz dem Thema Ernährung nach der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM) verschrieben. Fasten heißt hier nicht nichts essen, sondern gesund und in den richtigen Mengen. Dabei wird u. a. ein Spezialprogramm für die Bauchgesundheit, Basenfasten und Detox auf Europäisch angeboten wie auch die härteste Kur, nämlich das Suppenfasten. Jeden Monat gibt es eine Woche nach Vollmond auch den traditionsreichen Aderlass.

Aber auch Gäste, die nur mal eine Auszeit suchen, kommen auf ihre Kosten. Das Haus bietet abwechslungsreiche Bewegungsprogramme: von Wyda, dem Yoga der Druiden, bis zu Kraftplatzwanderungen in das angrenzende Pesenbachtal, dem ältesten und größten Naturschutzgebiet des Mühlviertels, wo die Brunoquelle entspringt. Ihr Wasser steht in großen Pluzern im ganzen Haus zur freien Entnahme. Für den Geist gibt es Vorträge, Meditationen und Mentaltrainings. Einfühlsame Experten wie die Cranio-Sacral-Therapeutin Michaela Reichert stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Der wohltuende Spirit im ganzen Curhaus, eine Mischung aus unaufdringlicher Spiritualität gepaart mit Herzlichkeit, Wärme und Freundlichkeit, ist sicher auch der Anwesenheit der sechs Marienschwestern geschuldet, die immer und überall, wo sie gerade gebraucht werden, im Einsatz sind. Die herrlichen Kräutertees, die man rund um die Uhr im Haus genießen kann, sind Ergebnis ihrer liebevollen Handarbeit. 

Kneipp-Anwendungen, duftende Heuwickel oder Massagen runden das Angebot von Bad Mühllacken ab. So werden alle Register gezogen, damit sich eine Kur positiv auf das Wohlbefinden auswirkt. Der unbestrittene Höhepunkt der Woche war für mich das Schaukochen mit Küchenchef Martin Thaller, der das kulinarische TEM-Programm des Hauses lebt und verkörpert. Hier werden zum Großteil biologische, regionale und saisonale Produkte zu äußerst schmackhaften Speisen verarbeitet. Er gibt viele wertvolle Tipps und Tricks für Zuhause mit.